Die Vorsitzende der AfD-Hauptstadtfraktion, Dr. Kristin Brinker, kommentiert die Entlassung des „Visit Berlin“-Chefs Jürgen Amann nach wenigen Monaten:
„Die Entlassung von Jürgen Amann ist nach allen verfügbaren Informationen über seine augenscheinlichen Verfehlungen in Köln und seine offenbar wenig glücklichen ersten Monate in Berlin vollkommen richtig. Allerdings stellt sich die Frage, wie es möglich war, dass der Senat bei Amanns Berufung offenbar keinerlei Informationen darüber hatte, dass seine Geschäftsführung bei Köln Tourismus im Fokus des dortigen Rechnungsprüfungsamts steht.
Wie schon beim Kurzzeit-CDO Matthias Hundt hat der Regierende Bürgermeister es offensichtlich unterlassen, die Hintergründe des Bewerbers Amann gründlich zu durchleuchten. Es folgt jedoch einer gewissen inneren Logik, dass ein ungeeigneter Regierender Bürgermeister sich mit ungeeignetem Personal umgibt.
Aus dieser erneuten Fehlbesetzung sollten künftige Senate zwei Konsequenzen ziehen: Erstens müssen Bewerber für Spitzenposten in Berlin wesentlich gründlicher ausgewählt werden, und zweitens sollte auch bei solchen Positionen regelhaft eine Probezeit festgelegt werden, wie sie in jedem anderen Job selbstverständlich ist. So können auch solche Arbeitsverhältnisse gegebenenfalls beendet werden, ohne dass Berlin finanzieller Schaden durch Abfindungen entsteht.“