Der kulturpolitische Sprecher der AfD-Hauptstadtfraktion, Robert Eschricht, kommentiert Pressemeldungen, denen zufolge es noch immer keine Ausweichspielstätte für das philharmonische Orchester während der anstehenden Sanierung der Philharmonie feststeht:
„Dass die Philharmonie grundsaniert werden muss, ist seit Jahren absehbar, und dennoch steht das Philharmonische Orchester nach wie vor ohne Ersatzspielstätte da. Zwar ist die Sanierung erst ab 2032 geplant, aber angesichts des üblichen Tempos der Berliner Verwaltung und angesichts der Baumaßnahmen, die nötig sein werden, um einen Ausweichsaal Philharmoniker-tauglich zu machen, drängt die Zeit schon jetzt.
Wenn der Senat nicht bald eine Entscheidung trifft, steht Berlins Vorzeige-Orchester in einigen Jahren ohne Spielstätte da. Aber statt frühzeitig eine würdige Zwischenlösung zu schaffen, wird das Problem wie üblich so lange ausgesessen, bis es zur Notlage wird.
Auch der Gedanke an die Sanierung selbst ist überaus beunruhigend, denn während andere Städte solche Projekte zügig durchziehen, steht zu befürchten, dass die Philharmonie nach dem Pergamonmuseum, der Komischen Oper und der Staatsbibliothek ein weiteres unendliches Generationenprojekt wird. Es besteht die Gefahr, dass große Teile der Berliner Hochkultur auf Jahre stillgelegt sein werden, und der Senat macht nicht den Eindruck, dass er irgendetwas dagegen unternimmt.“
Robert Eschricht
Fachpolitischer Sprecher für Kultur und Medien