Der medienpolitische Sprecher der AfD-Hauptstadtfraktion, Robert Eschricht, kommentiert die 23-seitige Dienstanweisung, die der RBB jetzt als Nachwirkung auf die Gelbhaar-Affaire erteilt hat:
„Die neue Dienstanweisung ist einerseits überfällig und andererseits ein journalistischer Offenbarungseid. Überfällig ist sie, weil der RBB eineinhalb Jahre gebraucht hat, um nach der Gelbhaar-Affaire verbindliche Regeln zur Quellenprüfung festzuschreiben. Ein Offenbarungseid ist sie, weil schon die Einhaltung grundlegender journalistischer Mindeststandards diesen journalistischen Super-GAU verhindert hätte.
Letztlich zeigen die 23 Seiten der Dienstanweisung, wie tief die Nachlässigkeit in der Sendeanstalt verwurzelt ist. Es waren strukturelles Versagen und ein eklatanter Mangel an journalistischem Ethos, die die Diffamierung eines Politikers ohne seriöse Recherche erst ermöglicht hat. Ob diese Strukturprobleme mit einem Handbuch beseitigt werden können, darf man getrost bezweifeln.
Statt interner Bürokratie braucht der RBB eine echte Rückbesinnung auf die Neutralitätspflicht sowie eine drastische Verschlankung des Apparates, damit die Zwangsbeitragszahler nicht länger für mediale Inkompetenz und politische Kampagnen zur Kasse gebeten werden.“
Robert Eschricht
Fachpolitischer Sprecher für Kultur und Medien