Einem Bericht des „Tagesspiegel“ zufolge bestehen im gerade erst für 14 Millionen Euro sanierten Stadtbad Schöneberg diverse technische Probleme. So sind keine zwei Monate nach der Wiedereröffnung Solebecken, Whirlpools und der Fun-Bereich wegen Problemen mit der Wasseraufbereitungsanlage gesperrt und der Fahrstuhl ist seit Wochen außer Betrieb. Zudem beklagen Badegäste starke Geruchsbelästigung durch die Fastfood-Kette, die das Restaurant betreibt. Der sportpolitische Sprecher der AfD-Hauptstadtfraktion, Marc Bernicke, sagt dazu:
„Nachdem seit Jahren schon die Sanierung des Paracelsus-Bades sämtliche Zeit- und Kostenrahmen sprengt, ist das Stadtbad Schöneberg ein weiteres Glied in der schier unendlichen Kette problembehafteter Bauvorhaben der öffentlichen Hand in Berlin. Die hilflose Erklärung der Bäderbetriebe, der Andrang in den Herbstferien habe sich im Probebetrieb nicht simulieren lassen, grenzt an Realsatire.
Den Schaden haben die Badegäste. Die Bäder-Betriebe werben mit einem barrierefreien Bad, doch weil der Fahrstuhl seit Wochen steht, kommen Gehbehinderte nicht an die Becken. Direkt neben dem Schwimmbecken werden Hähnchen frittiert, und wegen der Geruchsbelästigung, die eigentlich absehbar war, muss vermutlich die gerade erst modernisierte Lüftung erweitert werden.
Die Bäderbetriebe, hilfsweise der Senat als Aufsicht, haben daher diverse Fragen zu beantworten: Werden die Nachbesserungen über die Gewährleistung der beauftragten Firmen abgewickelt, oder zahlen die Steuerzahler mal wieder drauf? Wer trägt die Kosten der Lüftungserweiterung – der Restaurantpächter oder die Bäder-Betriebe? Sind die gesperrten Bereiche bald wieder nutzbar oder wird das Stadtbad Schöneberg zum Bäder-BER?“
Marc Bernicke
Fachpolitischer Sprecher für Polizei, Feuerwehr und Sport