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Delegationsreise Brüssel/Antwerpen

07. - 09. Juli 2026

Lösungen für die Berliner Wohnungskrise:

Von unseren europäischen Partnern lernen

Positionspapier zur Delegationsreise der AfD-Hauptstadtfraktion

Viele unserer Forderungen für Berlin sind in anderen europäischen Regionen bereits geltendes Recht. In Flandern gilt, dass Menschen, die in einer Stadt verwurzelt sind, bei der Vergabe öffentlicher Wohnungen Vorrang haben. Wer eine öffentlich geförderte Wohnung in einer flämischen Gemeinde sucht, braucht eine nachgewiesene Bindung an die Region – durch Wohndauer, Berufstätigkeit oder soziale Verwurzelung vor Ort, kombiniert mit Einkommens- und Vermögensgrenzen.

Auch in mehreren von VOX und der konservativen Volkspartei (PP) gemeinsam regierten spanischen Regionen ist die Bevorzugung von Einheimischen bei der Vergabe geförderten Wohnraums bereits Regierungspolitik. Wer lange vor Ort lebt, arbeitet und Beiträge leistet, wird bei der Vergabe knappen öffentlichen Wohnraums vorrangig berücksichtigt.

Beide Vorbilder beschränken sich nicht auf die Vermietung, sondern zielen ausdrücklich auch auf den Eigentumserwerb. In Andalusien wird der Eigentumserwerb durch Einheimische durch eine schrittweise Senkung der Grunderwerbsteuer und Bürgschaften für junge und kinderreiche Familien gefördert. In Flandern können Gemeinden Bauland und Wohnungen gezielt für den Kauf durch Menschen mit örtlicher Bindung reservieren, damit dort Aufgewachsene sich Eigentum in ihrer Heimatregion leisten können.

Was in Flandern und Spanien möglich ist, muss auch in Berlin möglich sein. Andere europäische Regionen haben erkannt, dass öffentlicher Wohnraum zuerst denjenigen zugutekommen muss, die ein Gemeinwesen über Jahre tragen und mitfinanzieren.
Berlin sollte diesem Beispiel folgen. Es fehlt nicht an Vorbildern – es fehlt bisher am politischen Willen.